Aktuelles



Mein neuestes Buch:
Bernd Kebelmann: Trunkene Formeln bei Boddenlicht.
Ein Studentenroman. Greifswald 1966–1971.
ISBN 978-3-86465-111-3
Trafo-Verlag Berlin 2018, 373 S.; 17,80 EUR.
Bestellungen ab sofort, beim Verlag oder direkt bei mir Danke!





Autoren gegen den Krieg



Sonntag Abend Lesungen

Sonntag Abend Lesungen

à la carte
Schmitz Katze
Oranienstr. 163, Berlin-Kreuzberg
Telefon: 030/70715042
Autoren/-innen und Gäste der
Gesellschaft für Neue Literatur
Moderation: Bernd Kebelmann
nächster Termin:
Sonntag, 28. Oktober, neuer Beginn 19 Uhr!



Es lesen:
Rainer Willert und Bernhard C. Striebel aus:
"em & es Kunstrechnungen", ein Künstlerbuch für Liebhaber von Honoraren

Eintritt frei - Spenden erwünscht - Buchkauf möglich!


Hiddensee mon amour - eine doppelte Liebesgeschichte


Samstag, 17. November, 19 Uhr
Galerie Primobuch, Judith Moser
Herderstraße 24, Ecke Gritznerstraße, Berlin-Steglitz
Anmeldungen unter: 030-70178715
Buch- und CD-Verkauf mit Autogrammen



Die stille Ostseeinsel, seit über einhundert Jahren Geheimtipp für Prominente und Künstler, ist der sandige Mittelpunkt für zwei romantische Liebesgeschichten, die nicht voneinander zu trennen sind. Fotograf Matti verliebt sich gleich zweifach, in die Insel Hiddensee und in die Studentin rosa, ihre Wildheit, Sanftheit, Freiheit. Der Autor führt den Leser über die schlanke Insel, durch den Wandel ihrer Natur, die sich in den Charakteren der Liebenden widerspiegelt. Die Musik umspielt und verstärkt den in rhythmischen Wellen immer wieder strandenden Text … es wird nicht lange dauern, und der Zuhörer wird zum Inselliebhaber. In Begleitung der Harfinistin Miruna Nagy, Berlin, Ausgebildet bei renommierten Professoren in Bukarest, Salzburg, Lyon und München, spezialisiert auf die irische Harfe, wird Kebelmann seinen lyrischen Prosatext, ein Gemisch aus Wellen, Vogelstimmen und Wind den Zuhörern nahe bringen.

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Kebelmann bekennt: ich war inzwischen auf vielen Inseln. Hiddensee aber wird für mich weiterhin der Ort meiner Sehnsucht bleiben.

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Textprobe Rosa joggte am Weststrand entlang, von Kloster in Richtung Süden, wo Hiddensee Sandfinger hat, die schmal und begehrlich zum Festland hinüber greifen. Nach dem Abendbrot in der kleinen Pension, die ihrer Tante gehörte, fühlte sie sich stark genug, bis ans Ende der Insel zu laufen. Ihre schlanke Gestalt mit den lan¬gen Beinen zog als Silhouette vor der Abendsonne dahin. Es war Juni, also noch Stunden lang hell. Der regelmäßige Wellenschlag prägte Rosas Rhythmus. Sie tanzte mit der Schaumspur im Ufersand hin und her, spielte das Wellenspiel mit. Jede Woge ließ etwas zurück, löschte die Spuren im Sand. Auch ihr schneller Lauf wür¬de spurlos bleiben. Sie stoppte an einer Düne, drehte sich zur offenen See, atmete die salzige Luft; ein glücklicher Augenblick.

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Kritik "Hiddensee ließ mich seit meinem ersten Besuch nie mehr los. Inzwischen bin ich im Frühjahr und im Herbst immer für eine Woche irgendwo in der Heide. Der Gang zu Frau Seydel in die Buchhandlung Koralle bescherte mir eine Entdeckung, die ich auf eine unfassbare Weise mit Deinem Buch zusammenbringe. Auf Hiddensee kam mir "Blau steht dir nicht" von Judith Schalansky unter. Irgendwie schoben sich eure beiden Bücher wie Folien übereinander. Sie haben nichts miteinander zu tun und sind doch für mich auf bewegende Weise geistig miteinander verwandt. In ihrem Anspruch, ihrer kompromisslosen Tiefe, dieser Art die Dinge im Wortsinn zur Sprache zu bringen." (Gisela Blank, Journalistin)

© Bernd Kebelmann 2018
Stand: Juni 2018 | Besucher: 4767