Aktuelles

Lesebühne Schwarze Katze

Terzo Mondo

Herzliche Einladung zur Lesebühne Schwarze Katze am Dienstag 24. März ab 19 Uhr Terzo Mondo!
Liebe Freunde, Bekannte, Verwandte,
zwischen den täglichen Katastrophen, die Mensch und Tier vernichten, Land und Meer verderben,
den Globus erschüttern, uns hilflos dastehen lassen, so dass selbst das Fragen verstummt,
erreicht mich eine Mail, darin steht: „Eben lese ich das in der BZ und bin ganz blass geworden …
sagt ihr etwas dazu?“

Es geht um die aktuelle „Friedensdenkschrift der Evangelischen Kirche Deutschlands“.
Da glaubt jemand an eine Institution, an die viele (viel zu viele?)
Schon lange nicht mehr glauben, oder doch …
Wovon reden wir überhaupt?

„Insgesamt gehörten Ende 2024 45,2 % der Deutschen einer der beiden großen Kirchen in Deutschland an. Ende 2023 gab es erstmals genauso viele konfessionslose Menschen (ca. 46 %) wie römisch-katholische und evangelische Kirchenmitglieder zusammengenommen (24 bzw. 22 %). Die Glaubenspraxis in Deutschland im Jahr 2023: Fünf Prozent der Bevölkerung (und aller Religionen) sind als „praktizierende Gläubige“ zu betrachten. Von 100 Bundesbürgern nehmen inzwischen 95 nicht mehr an Gottesdiensten teil, nur 5 von ihnen besuchen regelmäßig eine Kirche, Moschee oder Synagoge. Kaum eine andere statistische Kennzahl zeigt so deutlich, wie weit die Erosion des Glaubens vorangeschritten ist“ (nach Wikipedia).

Jemand wird also etwas dazu sagen müssen! Vielleicht finden sich im Laufe des Abends
und der Diskussion noch mehr Stimmen, ob sie nun zustimmen oder dagegen sind. Uns ist so oder so geholfen, wenn jemand eine eigene, qualifizierte Meinung vertritt, vielleicht sie sogar begründet.
Den Anfang macht auf meine Anfrage hin zum zweiten Mal in diesem Jahr
Katharina Körting. Ihr herausfordernder, fragwürdiger (mit einem Fragezeichen versehener)
Einstieg ins Thema lautet (Zitat):

Krieg und Frieden mit der evangelischen Kirche?

Die neue Friedensdenkschrift der EKD lässt tief blicken – und zu den Waffen greifen.
Die protestantische Kirche hat eine lange Geschichte der Herrschaftsnähe.
Auch heute lehnt sie sich eng an den Regierungs-Mainstream an.
Dass sie kräftig bei der Judenvernichtung mithalf und den Antisemitismus sozusagen in den Genen hat, wurde erst spät und verdruckst zugegeben – Jahrzehnte nach 1945.
Sie hat die Opfer missachtet und die eigene Institution geschützt. Sie hat den Tätern ermöglicht,
Schuld zu verdrängen und dieses Land aufzubauen, sei es im Osten, sei es im Westen.
Und sie hat unter Adenauer zur Wiederbewaffnung beigetragen.
Ist die Kirche mitverantwortlich für das Wiedererstarken des Rechtsextremismus?
… Für Diskussionsstoff ist also gesorgt (K. K. Zitat Ende).

Katharina liest anfangs aus ihrem Essay „Liquidierung der Vergangenheit. Wie sich die evangelische Kirche auf den Grundlagen ihres NS-Versagens restaurierte“ (Geest-Verlag 2022).
Ihre aktuelle Kritik an der Friedensdenkschrift der EKD wird Anlass sein,
uns einzubringen, uns klar darüber zu werden, welchen Stellenwert Kirche in unserer Gesellschaft
heute noch hat, haben könnte oder haben sollte.

Herzlich willkommen im Terzo Mondo,
Grolmanstraße 28, Berlin-Charlottenburg,

auch im Namen von Katharina, sagt
Bernd Kebelmann.

 

 


 © Bernd Kebelmann 2025







Stand: Oktober 2024